08.05.2026

NDR, Deutschlandfunk u.a. berichten

Über den 60. Geburtstag des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden wird in verschiedenen Medien berichtet. Der NDR bringt zur besonderen Gründungsgeschichte einen Beitrag in der Rubrik „Hamburg damals“. Unter Mitwirkung von Dr. Kim Wünschmann, Dr. Björn Siegel und Prof. (em.) Dr. Arno Herzig wird erläutert, wie aus einem Streit um historische Quellen der Auftrag erging, die jüdische Geschichte Hamburgs zu erforschen. Dabei war nach der Shoah nicht nur die Frage umstritten, wer die Deutungshoheit über die Dokumente habe und wo dieses einzigartige jüdische Kulturerbe bewahrt werden sollte. Auch wer eine Forschungseinrichtung leiten könne, die sich ausschließlich der deutsch-jüdischen Geschichte widmen sollte, wurde diskutiert. 

Für „Zeitfragen“ im Deutschlandfunk Kultur wurden Dr. Karen Körber, Dr. Anna Menny und Dr. Björn Siegel interviewt. Sie stellen aktuelle Forschungsschwerpunkte am IGdJ vor, die auf der Konferenz „60 Jahre IGdJ: Deutsch-Jüdische Geschichte in neuen Kontexten“ thematisiert und diskutiert werden sollen. Dabei geht es vor allem um die jüdische Migrationsgeschichte, die Arbeit mit Methoden der digitalen Geisteswissenschaft und die jüdische Gegenwartsforschung. 

Die Jüdische Allgemeine bringt in ihrer Ausgabe vom 14. Mai 2026 ein Interview zu Geschichte und Auftrag des IGdJ mit Dr. Kim Wünschmann. Dabei geht es auch um die Vielfalt der am Haus entwickelten Formate zur Vermittlung von wissenschaftlichen Erkenntnissen, die eine informierte Auseinandersetzung mit jüdischem Leben in Geschichte und Gegenwart in der breiten Öffentlichkeit ermöglichen sollen. 

In einem unten verknüpften Artikel in der Hamburger Morgenpost vom 15. Mai 2026 wird auf die unter dem Verfolgungsdruck erfolgte Übergabe der Archive der Hamburger Jüdischen Gemeinden an das Staatsarchiv Hamburg eingegangen. Dabei werden besonders die Rollen von Leo Lippmann und Hans W. Hertz herausgestellt.