Das Institut für die Geschichte der deutschen Juden wurde 1966 gegründet und widmete sich damit als erste Forschungseinrichtung in der Bundesrepublik ausschließlich der deutsch-jüdischen Geschichte.

Das 60. Gründungsjubiläum bietet Gelegenheit für würdigende Rückblicke, kritische Bestandsaufnahmen und diskursive Neujustierungen. So hat sich in den letzten sechs Jahrzehnten nicht nur das Feld der Jüdischen Studien entwickelt und methodisch wie disziplinär ausdifferenziert, sondern auch das Profil des IGdJ erweitert. Wir nehmen dies zum Anlass, um über historiographische Traditionen, wissenschafts- und gesellschaftspolitische Konjunkturen, aktuelle Projekte und die Zukunft der deutsch-jüdischen Geschichte zu reflektieren. Welche Chancen bieten sich für Forschung und Vermittlung?

Mit verschiedenen Formaten und Veranstaltungen feiern wir 2026 den 60. Geburtstag des IGdJ. 

 

 

 

 

 

Senatsempfang zum 60. Gründungsjubiläum des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden (für geladene Gäste)

18. Mai 2026  17:00 Uhr im Hamburger Rathaus
 

Auf Einladung der Präses der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, Senatorin Maryam Blumenthal, wird das 60. Gründungsjubiläums des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden mit einem festlichen Programm im Hamburger Rathaus begangen. Der Versand der Einladungen erfolgt durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung, es gibt eine begrenzte Anzahl von Plätzen.

Foto: Senatskanzlei Jan Pries

 

Jubiläumskonferenz “60 Jahre IGdJ: 
Deutsch-Jüdische Geschichte in neuen Kontexten“ 

19.–20. Mai 2026 im Institut für die Geschichte der deutschen Juden
 

Sein 60-jähriges Gründungsjubiläum nimmt das IGdJ zum Anlass, um entlang der aktuellen Forschungsschwerpunkte am Haus die jüdische Geschichte und Kultur im Kontext neuer Fragestellungen und Methoden zu diskutieren. Die einzelnen Sektionen nehmen rechtsgeschichtliche Perspektiven auf jüdische Gewalterfahrungen und den Holocaust ein, untersuchen tiefgreifende Beeinflussungen von Vergangenheit und Gegenwart, thematisieren Herausforderungen in und für die Digital Jewish History, analysieren die Konditionen internationaler Migrationsbewegungen sowie die Formationen und Konflikte multipler Selbstverständnisse. Die Konferenz greift dabei auch laufende Projekte und Diskussionen in Hamburg auf, die über die Wissenschaft hinaus in die breite Gesellschaft wirken.

Veranstaltungsort: 

Institut für die Geschichte der deutschen Juden
Beim Schlump 83
20144 Hamburg

Anmeldung erforderlich: kontakt@igdj-hh.de 

Foto: IGdJ

Öffentliche Abendveranstaltung: Quellen, Daten, Kontexte – Eine Website zur virtuellen Zusammenführung eines geteilten Archives

19. Mai 2026 18:30 Uhr, Lichthof der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek 
 

Wir laden Sie herzlich zum feierlichen Launch einer Website ein, die begleitend zu zwei Digitalisierungsprojekten im Hamburger Staatsarchiv und den Jerusalemer Central Archives for the History of the Jewish People am IGdJ entwickelt wurde. In beiden Häusern wird das (geteilte) Archiv der jüdischen Gemeinden in Hamburg aufbewahrt. Die Geschichte der Teilung wiederum ist eng verbunden mit der Gründungsgeschichte des IGdJ. Der Abend wird in drei Impulsvorträgen und einem Gespräch mit den beteiligten Archiven Fragen der Digitalisierung von Quellenmaterial aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und auf Herausforderungen und Potenziale dieses konkreten Digitalisierungsprojektes eingehen. 

Veranstaltungsort:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Lichthof
Von-Melle-Park 3
20146 Hamburg

Anmeldung erforderlich Kontakt@igdj-hh.de

Foto @SUB