Rückblicke auf die internationale Konferenz zum Institutsjubiläum
Anlässlich seines 60-jährigen Gründungsjubiläums veranstaltete das IGdJ von 19. bis zum 20. Mai 2026 die internationale Konferenz „60 Jahre IGdJ: Deutsch-Jüdische Geschichte in neuen Kontexten“, um entlang der aktuellen Forschungsschwerpunkte am Haus die jüdische Geschichte und Kultur im Kontext neuer Fragestellungen und Methoden zu diskutieren. Die einzelnen Sektionen nahmen rechtsgeschichtliche Perspektiven auf jüdische Gewalterfahrungen und den Holocaust ein, untersuchten tiefgreifende Beeinflussungen von Vergangenheit und Gegenwart, thematisierten Herausforderungen in und für die Digital Jewish History, analysierten die Konditionen internationaler Migrationsbewegungen sowie die Formationen und Konflikte multipler Selbstverständnisse. Die Konferenz griff mit Exkursionen ins Grindelviertel und zur Ausstellung „Wegmarken Jüdischer Geschichte“ im Altonaer Museum auch aktuell laufende Projekte und Diskussionen in Hamburg auf.
Am 19. Mai 2026 fand im Rahmen der Konferenz die öffentliche Abendveranstaltung “Quellen, Daten, Kontexte – Eine Website zur virtuellen Zusammenführung eines geteilten Archives” im Lichthof der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek statt. Im Mittelpunkt stand der feierliche Launch einer Website, die begleitend zu zwei Digitalisierungsprojekten im Hamburger Staatsarchiv und den Jerusalemer Central Archives for the History of the Jewish People am IGdJ entwickelt wurde. Die Geschichte der Teilung des Archivs nach der Shoah zwischen Jerusalem und Hamburg ist eng verbunden mit der Gründungsgeschichte des IGdJ. Der Abend beleuchtete in drei Impulsvorträgen und einem Gespräch mit den beteiligten Archiven Fragen der Digitalisierung von Quellenmaterial aus unterschiedlichen Perspektiven und ging auf Herausforderungen und Potenziale dieser konkreten Digitalisierungsprojekte ein. Mehr über die Veranstaltung.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden und den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern!
Fotos von Konferenz und Abendveranstaltung von Claudia Höhne und Jann Wilken. Graphic Recording von Anne Lehmann.